RÜCKBLICK – Preisverleihung Schweizer Kabarett-Preis Cornichon an Jess Jochimsen
Gewohnt direkt eröffnete Jess Jochimsen im Stadttheater: «Ich freue mich auf meine erste Ehrung ausserhalb Europas». Das sass – und passte gut zu einem Abend, der zwischen politischer Prominenz und eingefleischten Kabarettfans, zwischen Menstruationsbeschwerden und männlichem Dünkel pendelte. Der Preisträger lud ein mitzufeiern, «als ob’s ein Morgen gäb.» Und das angesichts der Dauerkrise. «Ukraine, Trump, Iran, die Spritpreise – ich kam schon auf den Gedanken: Ich würde Corona nochmal nehmen.» Politisch unkorrekt und charmant ungezwungen fragt Jochimsen: «Wann wird es endlich wieder, wie es nie war?»
«Schweinefleisch hält sich jahrelang frisch, wenn man die Sau am Leben lässt.» (Jess Jochimsen)
«Jochimsen nimmt kein Blatt vor den Mund, er schont niemanden. Man wird auf sich selber zurückgeworfen, und das ist nicht unbedingt angenehm. Man findet sich zuweilen selber bei den Bösen wieder.» (Mike Müller in der Laudatio)
Text © Pascal Frey
Foto © Dieter Graf

























