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Das Oltner Kabarett-Casting: Die Sieger

Autor : Edy Müller – So, 29.01.2017

Ein wichtiges Anliegen der Oltner Kabarett-Tage ist die Förderung neuer Talente. 2008 fand zu ersten Mal der Nachwuchswettbewerb «Sprungfeder» statt. Bei diesem können sich Künstlerinnen und Künstler präsentieren, welche bereits eigene Programme haben, aber noch nicht sehr bekannt sind.

Später wollte man die Förderung ausdehnen auf Newcomer, die noch kein eigenes Programm haben, aber sich im Bereich Kabarett etablieren möchten. So ging im Jahr 2012 das 1. Oltner Kabarett-Casting über die Bühne des Schwager Theaters. Der Erfolg des Castings führte dazu, dass es in diesem Jahr bereits zum sechsten Mal stattfindet.

Die letztjährigen Gewinnerinnen von «9 Volt Nelly» haben mit Hilfe des Förderpreises ihr Programm «Ich möchte ein Eisberg sein» erstellt, welches sie an der diesjährigen Sprungfeder präsentieren.

Und es gibt auch ein Wiedersehen mit den anderen Casting-Gewinnern: An den 30. Oltner Kabarett-Tagen feiern «Die Sieger» Premiere. Die Casting-Gewinner Lisa Catena, Dominik Muheim, Jan Rutishauser und Christoph Simon stehen gemeinsam auf der Bühne.

In einer Welt, in der Sieger gefeiert werden, hinterfragt das Kabarett-Ensemble in ihrem ersten gemeinsamen Programm, was Gewinnen heisst. Verbale Schlagabtausche, Monologe und poetische Momente, die das Siegen, die Stärke und die Erhabenheit demontieren.

Wer ist ein Sieger, wer ein Verlierer? Was braucht man, um ein Sieger zu werden – ein Sieger in der Gesellschaft, auf der Bühne, im Beziehungsleben der Familie Sieger?

Der eine erzählt vom Siegen beim Brettspiel gegen die eigenen Kinder. Die andere nimmt das Thema auf und beschreibt, warum Bundesräte beim Diplomaten-Schach schlechte Verlierer sind. Und dann ist da noch die Familie Sieger. Endlich auf dem Campingplatz in Ascona angekommen merkt sie, dass sie auf verlorenem Posten steht: Der ihnen zugewiesene Platz ist ihnen bei einem Erdrutsch abhanden gekommen.

Freuen Sie sich auf ein Wiedersehen mit diesen ehemaligen Newcomern!

www.diesieger.ch

 

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Stille Nacht bis es kracht

Autor : Dr. Christoph Ramstein – Sa, 17.12.2016

Mit dem im Jahr 2011 von Tina Teubner kreierten Programm «Stille Nacht bis es kracht»  traten die Beiden anfangs Dezember in Basel vor einem Full House auf und begeisterten das im Durchschnitt eher ältere Publikum während vollen zwei Stunden.

Tina Teubner dürfte  dem Oltner Kabaretttage-Publikum nicht ganz unbekannt sein, trat sie doch 2009 zuletzt an den Oltner Kabaretttagen mit ihrem Solo-Programm «Aufstand im Doppelbett» auf.

Der aus dem Ruhrgebiet stammende Ben Süverkrüp, der virtuose Pianist und Komponist, ist seit 2001 der feste Begleiter von Tina Teubner, so auch an diesem Abend.

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Nicht zu Unrecht wird Tina Teubner als «Königin des Musikkabaretts» bezeichnet. Sie bediente sich auch in diesem Programm gekonnt mehrerer Musikinstrumente wie u.a. Xylophon, Geige, Sägeblatt und brachte mit spitzer Zunge ihre geübte Chanson-Stimme zum Klingen. Allerdings habe ich diese Mal ihren sonst üblichen Drive etwas vermisst und die Übergänge zwischen den Passagen kamen zu wenig pointiert rüber. Grossartig kam auch Ben Süverkrüp mit seinem virtuosen Weihnachtslieder-Potpourri an. Alles in allem ein gelungener Abend mit der humorvoll-kritischen Einstimmung auf die Weihnachtszeit.

Vielleicht ist Tina Teubner wieder mal auf der Bühne der Oltner Kabaretttage zu sehen, mit einem neuen Programm?

 

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Hör mal: Florian Schroeder

Autor : Edy Müller – So, 23.10.2016

Jede Woche gibt es eine kurze Tonspende von Kabarettist Florian Schroeder im Radio und online. Meist sind es Live-Aufnahmen zu aktuellen Themen, die er wild durcheinander wirbelt und Zusammenhänge herstellt, auch da wo es keine Zusammenhänge gibt. Oder gibt es sie doch?

Hören Sie doch selber mal rein, es lohnt sich!